Sonder- und Extremreinigung

Schädlingsprophylaxe und Nachreinigung

Ein Objekt ohne Nahrungsangebot und ohne Zugang — und nach einem Befall ein Raum, in dem nichts zurückbleibt.

Rolle
Prophylaxe und Nachreinigung
Bekämpfung
Über zertifizierte Partner
Monitoring
Dokumentiert, HACCP-tauglich
Nachreinigung
Nach Freigabe des Fachbetriebs

Wir sind kein Schädlingsbekämpfungsbetrieb, und wir geben nicht vor, einer zu sein. Bekämpfung mit Bioziden ist eine sachkundepflichtige Tätigkeit nach der Gefahrstoffverordnung; sie gehört in die Hände zertifizierter Fachbetriebe, mit denen wir eng zusammenarbeiten.

Was wir leisten, sind die beiden Teile, die in der Praxis am häufigsten fehlen: die Prophylaxe davor und die Nachreinigung danach. Beide entscheiden darüber, ob ein Befall wiederkommt. Denn Schädlinge kommen nicht wegen mangelnder Bekämpfung, sondern wegen Nahrungsangebot, Feuchtigkeit und offenen Zugängen — und die beseitigt kein Köder.

Was wir konkret machen

Unsere Leistung setzt vor und nach der Bekämpfung an.

  • Objektbegehung mit Bewertung von Nahrungsangebot, Feuchtigkeit und Zugängen
  • Monitoring mit Klebefallen, Pheromonfallen und Köderstationen, dokumentiert
  • Bauliche Prophylaxe benennen: offene Fugen, Rohrdurchführungen, defekte Türdichtungen
  • Reinigung schwer zugänglicher Bereiche, in denen sich Nahrungsreste sammeln
  • Reinigung von Abfallsammelstellen und Behälterstandplätzen
  • Nachreinigung nach der Bekämpfung: Rückstände, Kadaver, Ausscheidungen, Nistmaterial
  • Desinfektion befallener Bereiche nach Freigabe durch den Fachbetrieb
  • Reinigung nach Taubenbefall einschließlich Kot und Nistmaterial mit Schutzmaßnahmen
  • Entsorgung befallener Materialien über zugelassene Betriebe
  • Dokumentation für HACCP-Konzepte, Audits und Lebensmittelüberwachung

Für wen

Prophylaxe und Nachreinigung sind vor allem dort gefragt, wo Befall geschäftskritisch ist:

  • Lebensmittelbetriebe, Gastronomie und Großküchen mit HACCP-Pflicht
  • Bäckereien, Metzgereien und Lebensmittelhandel
  • Hotels, insbesondere bei Bettwanzenverdacht
  • Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser
  • Hausverwaltungen bei Befall in Gemeinschaftsbereichen und Müllstandsplätzen
  • Lager- und Logistikbetriebe mit Lebensmittel- oder Futtermittelware
  • Objekte mit Taubenbefall an Dachflächen, Balkonen und Lichtschächten
Dicht verschlossene Vorratsgläser mit Mehl, Hülsenfrüchten und Getreide

So läuft es ab

Von der Anfrage bis zur Kontrolle. Wenn bei Ihnen ein Schritt entfallen kann, sagen wir es Ihnen.

  1. Begehung und Bewertung

    Wir gehen das Objekt mit Blick auf drei Fragen ab: Wo gibt es Nahrung, wo Feuchtigkeit, wo Zugang. Fast jeder Befall lässt sich auf eine dieser drei Ursachen zurückführen.

  2. Monitoring einrichten

    Wir setzen Fallen an definierten Punkten, dokumentieren sie in einem Lageplan und kontrollieren sie im Turnus. Das Ergebnis ist eine belastbare Aussage über Befallsdruck statt einer Vermutung.

  3. Maßnahmen empfehlen

    Sie erhalten eine Liste konkreter Punkte: welche Fuge geschlossen, welche Türdichtung erneuert, welcher Lagerbereich umgeräumt werden sollte. Meist sind es einfache Dinge mit großer Wirkung.

  4. Bekämpfung durch den Fachbetrieb

    Bei akutem Befall ziehen wir einen zertifizierten Schädlingsbekämpfer hinzu oder arbeiten mit Ihrem bestehenden Partner. Die Bekämpfung liegt bei ihm.

  5. Nachreinigung

    Nach der Freigabe durch den Fachbetrieb reinigen wir gründlich: Rückstände, Kadaver, Ausscheidungen und Nistmaterial. Ohne diesen Schritt bleibt das Nahrungsangebot bestehen.

  6. Erfolgskontrolle

    Das Monitoring läuft nach der Bekämpfung weiter. Erst wenn es über mehrere Kontrollen unauffällig ist, gilt der Befall als beendet.

Wie oft, wie lange, wann

Monitoring in Lebensmittelbetrieben erfolgt üblicherweise monatlich, in Betrieben mit erhöhtem Risiko vierzehntägig. Die Kontrollen werden dokumentiert; die Dokumentation ist Teil Ihres HACCP-Konzepts und wird bei Audits geprüft.

Prophylaktische Reinigungen schwer zugänglicher Bereiche — hinter und unter Anlagen, in Kabelkanälen, an Sockelbereichen — legen wir mit der ohnehin fälligen Grundreinigung zusammen. Ein bis zwei Termine im Jahr sind meist ausreichend.

Nachreinigungen nach einer Bekämpfung erfolgen zeitnah nach der Freigabe. Bei Bettwanzen und Schaben ist zu beachten, dass ein zweiter Bekämpfungsdurchgang üblich ist; die Endreinigung erfolgt erst danach, sonst wird sie zweimal fällig.


Womit wir arbeiten

Beim Monitoring arbeiten wir mit Klebefallen für kriechende Insekten, Pheromonfallen für Vorratsschädlinge und, wo erforderlich, mit Köderstationen für Nager. Entscheidend ist die Platzierung: an Wandkanten, hinter Anlagen, an Rohrdurchführungen — dort, wo sich Tiere bewegen, nicht dort, wo Platz ist.

Die Nachreinigung erfolgt mit Industriesaugern der Staubklasse H, weil Ausscheidungen und Nistmaterial biologisch belastet sind. Anschließend folgt eine Flächendesinfektion der betroffenen Bereiche mit einem Mittel mit entsprechendem Wirkspektrum.

Bei Taubenkot gelten besondere Schutzmaßnahmen. Getrockneter Kot kann beim Aufwirbeln Krankheitserreger und Pilzsporen freisetzen; die Biostoffverordnung fordert Atemschutz und Schutzkleidung. Gearbeitet wird angefeuchtet, um Staubbildung zu vermeiden, und der Abtrag wird als belasteter Abfall entsorgt.

Bauliche Prophylaxe ist der wirksamste Hebel und kostet am wenigsten. Türdichtungen mit mehr als sechs Millimetern Spalt lassen Mäuse durch. Offene Rohrdurchführungen sind Wanderwege zwischen Etagen. Ein Müllstandsplatz mit undichten Behältern versorgt eine ganze Population. Wir benennen diese Punkte konkret — die Umsetzung liegt bei Ihnen oder Ihrem Handwerker.

Kontrolle und Reklamation

Die Monitoring-Dokumentation ist der Kern. Sie enthält Lageplan, Fallennummern, Kontrolldaten, Befunde und daraus abgeleitete Maßnahmen. Bei Audits nach IFS, BRC oder im Rahmen der Lebensmittelüberwachung ist sie das erste Dokument, nach dem gefragt wird.

Nach einer Nachreinigung dokumentieren wir die bearbeiteten Bereiche mit Bildmaterial. Bei Lebensmittelbetrieben ist das für die Freigabe der Produktion erforderlich.

Wir sagen deutlich, wenn eine Reinigung das Problem nicht lösen wird. Ein Befall, der auf einen baulichen Mangel zurückgeht — eine undichte Abwasserleitung, ein offener Lichtschacht, ein durchfeuchteter Sockel —, kommt nach jeder Reinigung wieder. Das ist unangenehm zu sagen und spart Ihnen mehrere vergebliche Einsätze.


Normen, Haftung, Versicherung

Die Anwendung von Biozidprodukten zur Schädlingsbekämpfung erfordert einen Sachkundenachweis nach § 4 Gefahrstoffverordnung in Verbindung mit TRGS 523. Wir führen solche Maßnahmen nicht durch, sondern arbeiten mit zertifizierten Betrieben zusammen und sagen das offen.

Für Lebensmittelbetriebe ist Schädlingsmonitoring Bestandteil des HACCP-Konzepts nach Verordnung (EG) Nr. 852/2004. Die Dokumentationspflicht liegt beim Lebensmittelunternehmer; wir liefern die Nachweise zu.

Bei Arbeiten mit Taubenkot, Nagerausscheidungen und Nistmaterial gilt die Biostoffverordnung mit der TRBA 500. Daraus folgen Schutzausrüstung, Verfahren und Entsorgungsweg. Betriebshaftpflichtschutz besteht, Deckungssummen: [BITTE ERGÄNZEN].

Häufige Fragen

Ihre Frage fehlt? Rufen Sie an unter 0221 67025001 oder schreiben Sie an info@reinbund.de.

Bekämpfen Sie Schädlinge selbst?

Nein. Die Anwendung von Biozidprodukten ist sachkundepflichtig und gehört in die Hände zertifizierter Schädlingsbekämpfer. Wir arbeiten mit solchen Betrieben zusammen und vermitteln sie Ihnen.

Unsere Rolle liegt davor und danach: Monitoring, Ursachenanalyse, bauliche Empfehlungen und die fachgerechte Nachreinigung. Beides fehlt in der Praxis häufig, und beides entscheidet darüber, ob der Befall wiederkommt.

Warum kommen die Tiere immer wieder?

Weil die Ursache nicht beseitigt wurde. Eine Bekämpfung reduziert die Population; sie ändert nichts an Nahrungsangebot, Feuchtigkeit und Zugängen.

In der überwiegenden Zahl der Fälle finden wir eine dieser drei Ursachen: Nahrungsreste in schwer zugänglichen Bereichen, eine Feuchtequelle wie eine undichte Leitung, oder einen offenen Zugang wie eine Türdichtung mit zu großem Spalt.

Was ist bei Bettwanzen im Hotel zu tun?

Zuerst das Zimmer sperren und nichts hinaustragen — Bettwanzen verbreiten sich über Textilien und Gepäck. Dann sofort einen Fachbetrieb rufen; Eigenversuche verschlimmern die Lage regelmäßig, weil die Tiere sich weiter verteilen.

Die Nachreinigung und die Behandlung der Textilien übernehmen wir nach der Freigabe. Wichtig ist auch die Kontrolle der Nachbarzimmer — Bettwanzen wandern durch Wanddurchbrüche und Steckdosen.

Wir haben Tauben auf dem Dach. Was können Sie tun?

Die Reinigung von Kot und Nistmaterial übernehmen wir, mit den nach Biostoffverordnung erforderlichen Schutzmaßnahmen. Getrockneter Taubenkot ist beim Aufwirbeln gesundheitlich relevant; deshalb wird angefeuchtet gearbeitet.

Die Vergrämung — Netze, Spikes, Spanndrähte — führen wir nicht selbst aus, empfehlen sie aber nachdrücklich. Ohne Vergrämung ist die Fläche in wenigen Monaten wieder wie vorher. In Köln ist zudem zu beachten, dass Tauben nicht getötet werden dürfen.

Brauchen wir Monitoring, auch ohne Befall?

In Lebensmittelbetrieben ja, es ist Teil des HACCP-Konzepts und wird bei jedem Audit geprüft. In anderen Objekten hängt es vom Risiko ab.

Der eigentliche Nutzen liegt in der Früherkennung. Ein Befall, der über das Monitoring auffällt, ist mit einem Bruchteil des Aufwands zu beheben, den ein etablierter Befall verursacht — und ohne Betriebsunterbrechung.

Schädlingsprophylaxe und Nachreinigung anfragen

Beschreiben Sie kurz Ihr Objekt: Fläche, Nutzung, gewünschter Turnus. Wir melden uns innerhalb eines Werktags und schlagen einen Termin für die Begehung vor.

Sitz und Einsatzgebiet
Sigwinstraße 190, 51061 Köln. Einsatz deutschlandweit.