Außen und Gebäudehülle
Graffitientfernung und Antigraffitischutz
Eine Wand ohne Schattenbild — und eine Beschichtung, die den nächsten Fall zur Kleinigkeit macht.
- Reaktion
- Meist binnen 48 Stunden
- Schutz
- Permanent oder opferbar
- Untergründe
- Putz, Klinker, Stein, Metall, Glas
- Anzeige
- Foto vor Entfernung
Bei Graffiti zählt Geschwindigkeit doppelt. Erstens lässt sich frische Farbe deutlich leichter entfernen als eingezogene — bei porösen Untergründen wandert das Pigment innerhalb weniger Tage tiefer ins Material. Zweitens zieht ein stehendes Graffito weitere nach sich; eine schnell gereinigte Fassade wird seltener erneut besprüht.
Die Entfernung selbst ist Materialkunde. Ein Lösemittel, das auf glasiertem Klinker in Minuten wirkt, kann auf Sandstein die Farbe tiefer eintreiben, und auf einem Wärmedämmverbundsystem den Oberputz anlösen. Wir bestimmen deshalb erst den Untergrund, dann das Verfahren — und legen an unauffälliger Stelle eine Musterfläche an.
Was wir konkret machen
Wir entfernen Farbaufträge auf Gebäudeoberflächen und Ausstattungselementen und schützen betroffene Flächen vor Wiederholung.
- Sprühfarbe, Lackfarbe und Filzstift auf Putz, Beton, Klinker und Naturstein
- Farbaufträge auf Metall: Tore, Türen, Geländer, Fahrstuhltüren, Verteilerkästen
- Etchings und Scratching auf Glas und Spiegeln — Beurteilung und Politur soweit möglich
- Aufkleber, Plakatreste und Klebstoffrückstände auf Fassaden und Schildern
- Ruß- und Brandmalereien sowie Kerzenruß an Fassaden
- Bauschutz: Abkleben angrenzender Flächen, Fenster und Bepflanzung
- Neutralisation und Nachreinigung der behandelten Fläche
- Permanenter Antigraffitischutz mit dauerhaften Beschichtungen
- Temporärer Opferschutz auf Wachs- oder Polysaccharidbasis
- Fotodokumentation vor der Entfernung für Anzeige und Versicherung
Für wen
Betroffen sind vor allem Objekte an öffentlich zugänglichen Lagen:
- Hausverwaltungen mit Beständen in innenstadtnahen Vierteln
- Gewerbeimmobilien mit straßenseitigen Fassaden und Rolltoren
- Schulen, Sporthallen und öffentliche Einrichtungen
- Verkehrsbetriebe, Parkhäuser und Tiefgaragen
- Wohnungsbaugesellschaften mit größeren Beständen
- Gewerbebetriebe mit Hallenfassaden an Bahn- und Gewerbegebietslagen

So läuft es ab
Von der Anfrage bis zur Kontrolle. Wenn bei Ihnen ein Schritt entfallen kann, sagen wir es Ihnen.
Dokumentieren
Vor jeder Arbeit fotografieren wir den Zustand. Das brauchen Sie für die Strafanzeige und gegebenenfalls für Ihre Versicherung — nach der Entfernung ist der Nachweis weg.
Untergrund und Farbe bestimmen
Wir stellen fest, welches Material vorliegt, ob es beschichtet ist und um welchen Farbtyp es sich handelt. Dispersionsfarbe verhält sich anders als Nitrolack oder Zweikomponentenlack.
Musterfläche
An unauffälliger Stelle wird das Verfahren getestet. Erst nach dem Abtrocknen zeigt sich, ob ein Schattenbild bleibt und ob der Untergrund unverändert ist.
Entfernung
Lösemittel mit Einwirkzeit, mechanische Abnahme oder Niederdruck-Partikelstrahlen, je nach Befund. Gearbeitet wird flächig über die gesamte Wandeinheit, nicht punktuell auf dem Schriftzug.
Neutralisieren und nachreinigen
Chemische Rückstände werden neutralisiert und die Fläche klargespült. Ohne diesen Schritt bilden sich Ränder, sobald die Wand das nächste Mal nass wird.
Schutz aufbringen
Auf Wunsch versehen wir die Fläche mit einer Antigraffitibeschichtung. Sinnvoll ist das an Wänden, die wiederholt betroffen sind — ab dem zweiten Fall rechnet es sich fast immer.
Wie oft, wie lange, wann
Graffitientfernung ist keine Turnusleistung, sondern ein Anlassfall. Wir arbeiten für Bestandshalter mit Rahmenverträgen, in denen eine Reaktionszeit vereinbart ist — üblich sind achtundvierzig Stunden ab Meldung, bei beleidigenden oder verfassungsfeindlichen Inhalten kürzer.
Die Arbeit selbst dauert bei einer üblichen Fläche von wenigen Quadratmetern zwei bis vier Stunden einschließlich Abkleben, Einwirkzeit und Nachreinigung. Große Flächen und mehrschichtige Farbaufträge brauchen entsprechend länger.
Auch hier gilt das Temperaturfenster: Lösemittel und Beschichtungen brauchen Temperaturen über fünf Grad und trockene Untergründe. Bei Frost und Nässe verschieben wir; ein Notfalleinsatz bei beleidigenden Inhalten ist mit Provisorien trotzdem möglich.
Womit wir arbeiten
Auf glatten, dichten Untergründen — glasierter Klinker, lackiertes Metall, Glas, beschichteter Beton — arbeiten wir mit Lösemitteln. Sie lösen die Farbe an, ohne in den Untergrund einzudringen, und werden anschließend mit Warmwasser abgespült.
Auf saugenden mineralischen Untergründen ist das riskant, weil Lösemittel das gelöste Pigment tiefer ins Material transportiert. Hier arbeiten wir mit Niederdruck-Partikelstrahlen: Ein feines, weiches Strahlmittel — häufig auf Basis von Glasmehl oder Nussgranulat — trägt bei geringem Druck die oberste Schicht mechanisch ab.
Auf Wärmedämmverbundsystemen ist beides problematisch. Der Oberputz ist nur wenige Millimeter dick, und darunter sitzt druckempfindliche Dämmung. Hier ist ein Überstreichen der Fläche in vielen Fällen die ehrlichere Lösung — wir sagen das offen, auch wenn es kein Reinigungsauftrag ist.
Beim Schutz unterscheiden wir zwei Systeme. Permanente Beschichtungen bilden einen dauerhaften Film, von dem Farbe mit Warmwasser abgewaschen wird; sie halten viele Reinigungszyklen. Opferschichten auf Wachsbasis werden bei der Reinigung mit abgetragen und müssen danach erneuert werden — dafür sind sie diffusionsoffen und für historische Substanz besser geeignet.
Kontrolle und Reklamation
Wir arbeiten immer über die gesamte Wandeinheit, nicht nur über den Schriftzug. Eine punktuell gereinigte Stelle ist auf einer verwitterten Fassade genauso sichtbar wie das Graffito selbst, nur heller.
Ein Schattenbild lässt sich nicht in jedem Fall vollständig vermeiden. Bei stark saugendem Untergrund und lange stehender Farbe bleibt oft ein leichter Umriss. Wir zeigen das an der Musterfläche, bevor Sie beauftragen, statt es hinterher zu erklären.
Die Abnahme erfolgt an der trockenen Fläche. Feuchte Wände zeigen kein Schattenbild — das erscheint erst nach ein bis zwei Tagen. Wir vereinbaren die Abnahme deshalb bewusst zeitversetzt.
Normen, Haftung, Versicherung
Graffiti ist Sachbeschädigung nach § 303 StGB. Wir empfehlen in jedem Fall die Anzeige, auch wenn die Aufklärungsquote niedrig ist: Ohne Anzeige gibt es keine Aussicht auf Ersatz, und viele Versicherungen verlangen sie als Voraussetzung. Unsere Fotodokumentation reichen wir Ihnen dafür durch.
Bei denkmalgeschützten Fassaden ist die Entfernung mit der Unteren Denkmalbehörde abzustimmen; auch Antigraffitibeschichtungen sind dort in der Regel erlaubnispflichtig, weil sie das Erscheinungsbild und die Diffusion verändern.
Lösemittel und Strahlabtrag dürfen nicht ungefiltert in die Kanalisation gelangen. Bei entsprechenden Verfahren fangen wir das Abwasser auf und führen es der Entsorgung zu. Für die eingesetzten Mittel liegen Sicherheitsdatenblätter vor. Betriebshaftpflichtschutz besteht, Deckungssummen: [BITTE ERGÄNZEN].
Häufige Fragen
Ihre Frage fehlt? Rufen Sie an unter 0221 67025001 oder schreiben Sie an info@reinbund.de.
Wie schnell muss ein Graffito entfernt werden?
So schnell wie möglich. Auf saugendem Untergrund zieht das Pigment innerhalb von Tagen tiefer ein; nach mehreren Wochen ist eine rückstandsfreie Entfernung oft nicht mehr möglich.
Der zweite Grund ist sozial: Eine besprühte Wand, die stehen bleibt, wird nachweislich häufiger erneut besprüht. Schnelle Entfernung ist die wirksamste Prophylaxe überhaupt.
Bleibt ein Schatten zurück?
Manchmal. Auf dichten Untergründen in der Regel nicht, auf saugendem Putz oder unbeschichtetem Naturstein häufig ein leichter Umriss — besonders bei Farben mit hohem Pigmentanteil und langer Standzeit.
Wir zeigen es an der Musterfläche. Wenn ein Schattenbild bleiben wird, sagen wir es vorher und Sie entscheiden, ob die Entfernung oder ein Anstrich die bessere Lösung ist.
Lohnt sich eine Antigraffitibeschichtung?
Ab dem zweiten Vorfall an derselben Wand fast immer. Auf einer geschützten Fläche lässt sich Farbe mit Warmwasser und ohne Chemie abwaschen; die Folgekosten sinken auf einen Bruchteil.
Die Beschichtung kostet einmalig etwa das Eineinhalb- bis Zweifache einer Entfernung. Bei Wänden, die zweimal im Jahr betroffen sind, hat sie sich im ersten Jahr amortisiert.
Geht das auch an einem Wärmedämmverbundsystem?
Nur eingeschränkt, und wir sind hier zurückhaltend. Der Oberputz ist dünn und die dahinterliegende Dämmung empfindlich; sowohl Lösemittel als auch Strahlverfahren können den Aufbau beschädigen.
In vielen Fällen ist ein sauberer Überanstrich der Fläche die technisch und wirtschaftlich richtige Lösung. Wir sagen es Ihnen und empfehlen einen Malerbetrieb, statt eine Entfernung zu verkaufen, die Schaden anrichtet.
Übernimmt die Versicherung die Kosten?
Das hängt von Ihrer Police ab. Gebäudeversicherungen decken Graffiti nur, wenn Vandalismus ausdrücklich eingeschlossen ist; bei vielen Standardtarifen ist das nicht der Fall.
Melden Sie den Schaden trotzdem und erstatten Sie Anzeige. Unsere Fotodokumentation mit Datum und Objektbezug erhalten Sie unaufgefordert.
Passt häufig dazu
Graffitientfernung und Antigraffitischutz anfragen
Beschreiben Sie kurz Ihr Objekt: Fläche, Nutzung, gewünschter Turnus. Wir melden uns innerhalb eines Werktags und schlagen einen Termin für die Begehung vor.
- Telefon
- 0221 67025001
- info@reinbund.de
- Sitz und Einsatzgebiet
- Sigwinstraße 190, 51061 Köln. Einsatz deutschlandweit.