Industrie und Technik

Fahrzeug- und Fuhrparkreinigung

Eine Flotte, die den Betrieb repräsentiert — und Leasingrückgaben ohne Abzüge für Verschmutzung.

Ort
Auf Ihrem Betriebshof
Turnus
Wöchentlich bis monatlich
Wasser
Auffangen oder Trockenwäsche
Rückgabe
Aufbereitung vor Leasingende

Ein Fahrzeug mit Firmenaufschrift ist Werbefläche im Straßenverkehr. Es steht vor dem Objekt des Kunden, in der Einfahrt der Hausverwaltung, auf dem Parkplatz des Bauherrn. Wie es aussieht, wird als Aussage über den Betrieb gelesen — meist unbewusst, aber zuverlässig.

Für Flotten kommt ein zweiter Punkt hinzu: der Innenraum. Fahrzeuge, die von wechselnden Personen genutzt werden, verwahrlosen schneller als private Fahrzeuge, weil sich niemand zuständig fühlt. Eine feste, turnusmäßige Innenreinigung dreht das um — sie setzt einen Standard, an dem sich die Nutzung orientiert.

Was wir konkret machen

Wir reinigen Fahrzeuge im Bestand vor Ort, im Turnus oder anlassbezogen.

  • Außenwäsche von Hand oder mit Hochdruck einschließlich Felgen und Radhäusern
  • Insektenentfernung an Front, Spiegeln und Scheiben
  • Scheiben innen und außen, Spiegel, Kameras und Sensorflächen
  • Innenraum: Saugen von Böden, Sitzen, Kofferraum und Fußmatten
  • Armaturen, Mittelkonsole, Türverkleidungen, Ablagen, Becherhalter
  • Polsterreinigung durch Sprühextraktion bei Verschmutzung oder Geruch
  • Lederpflege und Kunststoffpflege ohne glänzende Rückstände
  • Laderaum von Transportern: Boden, Wände, Verzurrpunkte, Regalsysteme
  • Sonderreinigung: Baustellenschmutz, Farbe, Bitumen, Zementstaub
  • Aufbereitung vor Leasingrückgabe oder Fahrzeugverkauf

Für wen

Fuhrparkreinigung lohnt sich ab wenigen Fahrzeugen:

  • Handwerksbetriebe mit Transporterflotten
  • Pflegedienste und soziale Träger mit Dienstwagenpools
  • Bauunternehmen mit Baustellenfahrzeugen und Baumaschinen
  • Speditionen und Kurierdienste
  • Autohäuser mit Gebrauchtwagenaufbereitung
  • Unternehmen mit Dienstwagenflotten und Leasingrückläufern
  • Kommunale Betriebe und Verkehrsbetriebe
Luftaufnahme einer Reihe weißer Transporter auf einem Betriebshof

So läuft es ab

Von der Anfrage bis zur Kontrolle. Wenn bei Ihnen ein Schritt entfallen kann, sagen wir es Ihnen.

  1. Flotte und Standort aufnehmen

    Wir erfassen Fahrzeugtypen, Anzahl, Standort und Verfügbarkeitszeiten. Bei Handwerksflotten stehen die Fahrzeuge oft nur früh morgens und abends auf dem Hof — der Turnus muss dazu passen.

  2. Wasser und Abwasser klären

    Das ist der entscheidende Punkt vor Ort. Fahrzeugwäsche auf nicht dafür vorgesehenen Flächen ist wasserrechtlich unzulässig. Wir prüfen Ihren Hof und schlagen ein zulässiges Verfahren vor.

  3. Turnus festlegen

    Meist außen wöchentlich oder zweiwöchentlich, innen monatlich. Bei Pflegediensten und Fahrzeugen mit Kundenkontakt häufiger.

  4. Ausführung vor Ort

    Wir kommen mit eigenem Gerät und eigenem Wasser, wenn nötig. Die Fahrzeuge werden nacheinander bearbeitet; Schlüssel werden über eine feste Regelung übergeben.

  5. Mängelmeldung

    Was uns bei der Reinigung auffällt — Steinschlag, defekte Beleuchtung, abgefahrene Reifen, lose Beschriftung —, melden wir Ihnen mit Foto. Für viele Fuhrparkleiter ist das der eigentliche Zusatznutzen.

Wie oft, wie lange, wann

Für Fahrzeuge mit Kundenkontakt empfehlen wir eine Außenreinigung im Wochen- bis Zweiwochenrhythmus und eine Innenreinigung monatlich. Für Baustellenfahrzeuge ist der Rhythmus länger, dafür der Aufwand je Termin höher.

Der Einsatz findet dort statt, wo die Fahrzeuge ohnehin stehen: früh morgens vor der Ausfahrt oder abends nach der Rückkehr. Bei größeren Flotten arbeiten wir mit einem rollierenden Plan, in dem jedes Fahrzeug einen festen Termin hat.

Die Aufbereitung vor Leasingrückgabe ist eine eigene Leistung mit deutlich höherem Zeitansatz. Sie sollte zwei bis drei Wochen vor dem Rückgabetermin liegen, damit noch Zeit für kleinere Ausbesserungen bleibt. Der wirtschaftliche Effekt ist erheblich: Verschmutzungsbedingte Abzüge bei der Rückgabe übersteigen die Aufbereitungskosten regelmäßig um ein Mehrfaches.


Womit wir arbeiten

Bei der Außenreinigung arbeiten wir mit der Zwei-Eimer-Methode und weichen Waschhandschuhen. Der Grund ist Lackschutz: Schmutzpartikel, die im Schwamm bleiben, erzeugen die feinen Kratzer, die man erst in der Sonne sieht und die den Wiederverkaufswert senken.

Wo Wasser problematisch ist, arbeiten wir mit Trockenwaschverfahren. Ein Polymer wird aufgesprüht, kapselt den Schmutz ein und wird mit Mikrofasertuch abgenommen. Das Verfahren ist wasserfrei, damit wasserrechtlich unproblematisch, und für leichte bis mittlere Verschmutzung völlig ausreichend.

Im Innenraum vermeiden wir glänzende Pflegemittel auf Armaturenbrettern. Sie spiegeln in der Windschutzscheibe und blenden bei Gegenlicht — das ist ein Sicherheitsthema, kein Geschmacksthema. Wir arbeiten mit matt abtrocknenden Mitteln.

Bei Fahrzeugen mit Fahrerassistenzsystemen ist Vorsicht an Kameras und Radarsensoren geboten. Sie werden gereinigt, aber nicht mit Druck bearbeitet und nicht mit Mitteln, die Kunststoffabdeckungen angreifen könnten. Nach der Wäsche prüfen wir, ob Sensoren frei sind.

Kontrolle und Reklamation

Wir arbeiten mit einer Fahrzeugliste, auf der jedes Fahrzeug mit Kennzeichen und Termin geführt wird. Sie sehen damit auf einen Blick, welches Fahrzeug wann zuletzt bearbeitet wurde — bei größeren Flotten ist das sonst nicht nachvollziehbar.

Die Mängelmeldung mit Foto ist Teil der Leistung. Fuhrparkleiter erfahren dadurch von Schäden, die Fahrende nicht melden. Für Fuhrparkleitungen ist das oft der eigentliche Nutzen.

Bei Beanstandungen arbeiten wir beim nächsten Termin nach oder kommen kurzfristig zurück, wenn das Fahrzeug repräsentativ eingesetzt wird. Da Fahrzeuge sich bewegen, ist die Beweislage oft unklar — wir diskutieren darüber nicht lange.


Normen, Haftung, Versicherung

Fahrzeugwäsche außerhalb dafür zugelassener Waschplätze ist nach dem Wasserhaushaltsgesetz und der Abwasserverordnung unzulässig, wenn Waschwasser ins Erdreich oder in die Regenwasserkanalisation gelangt. Das gilt auch auf dem eigenen Betriebshof.

Zulässig sind Waschplätze mit Abscheider und Anschluss an die Schmutzwasserkanalisation sowie wasserfreie Verfahren. Wir prüfen Ihre Gegebenheiten und schlagen ein zulässiges Verfahren vor — auf einem Hof ohne Abscheider arbeiten wir trocken.

Beim Umgang mit Fahrzeugen und Schlüsseln gelten klare Regeln: Fahrzeuge werden nur auf dem Gelände bewegt, wenn das ausdrücklich vereinbart ist, und nur von Personen mit gültiger Fahrerlaubnis. Für Schäden besteht Betriebshaftpflichtschutz einschließlich Obhutsschäden an fremden Fahrzeugen, Deckungssummen: [BITTE ERGÄNZEN].

Häufige Fragen

Ihre Frage fehlt? Rufen Sie an unter 0221 67025001 oder schreiben Sie an info@reinbund.de.

Dürfen Sie auf unserem Hof waschen?

Das hängt von Ihrem Hof ab. Zulässig ist es nur auf einem Waschplatz mit Abscheider und Anschluss an die Schmutzwasserkanalisation. Auf einer normalen Hoffläche gelangt das Waschwasser mit Öl- und Kraftstoffresten ins Erdreich oder in die Regenwasserkanalisation — das ist verboten und wird bei Kontrollen geahndet.

Wo kein Waschplatz vorhanden ist, arbeiten wir mit Trockenwaschverfahren. Das ist wasserfrei, zulässig und für die meisten Flotten ausreichend.

Wie lange dauert die Reinigung eines Fahrzeugs?

Eine Außenwäsche mit Scheiben liegt bei zwanzig bis dreißig Minuten, eine Innenreinigung mit Saugen und Flächen bei dreißig bis fünfundvierzig. Ein stark verschmutzter Handwerkertransporter mit Laderaum braucht deutlich länger.

Eine vollständige Aufbereitung vor Leasingrückgabe liegt bei drei bis fünf Stunden je Fahrzeug.

Lohnt sich Aufbereitung vor der Leasingrückgabe?

In aller Regel deutlich. Leasinggesellschaften bewerten den Rückgabezustand nach festen Katalogen; verschmutzungsbedingte Abzüge und Aufbereitungspauschalen liegen häufig weit über dem, was eine ordentliche Aufbereitung kostet.

Wichtig ist der Zeitpunkt: zwei bis drei Wochen vor Rückgabe, damit noch Zeit für Smart-Repair an kleinen Schäden bleibt. Wir dokumentieren den Zustand nach der Aufbereitung mit Fotos.

Bekommen wir auch die Baustellenverschmutzung raus?

Meist ja. Zementstaub, Gips und Farbnebel lassen sich mit den richtigen Mitteln entfernen; Bitumen und Teer ebenfalls. Aufwendig wird es bei eingetrocknetem Zement auf Lack, weil er alkalisch angreift.

Was nicht immer geht: Kratzer im Laderaum und eingebrannte Farbreste auf Kunststoff. Wir sehen uns das Fahrzeug an und sagen vorher, was erreichbar ist.

Reinigen Sie auch Baumaschinen?

Ja, in begrenztem Umfang: Außenreinigung, Kabinen innen, Scheiben. Motorwäsche und Reinigung im Bereich hydraulischer Systeme führen wir nicht durch — dort besteht die Gefahr, dass Wasser in Elektrik und Lager gelangt.

Für Baumaschinenreinigung mit Hochdruck ist zudem die Abwasserfrage besonders relevant, weil Öl- und Fettreste anfallen. Das klären wir vorher.

Fahrzeug- und Fuhrparkreinigung anfragen

Beschreiben Sie kurz Ihr Objekt: Fläche, Nutzung, gewünschter Turnus. Wir melden uns innerhalb eines Werktags und schlagen einen Termin für die Begehung vor.

Sitz und Einsatzgebiet
Sigwinstraße 190, 51061 Köln. Einsatz deutschlandweit.