Außen und Gebäudehülle
Photovoltaik- und Solarreinigung
Module, die wieder das Licht bekommen, für das sie bezahlt wurden.
- Verfahren
- Osmosewasser, rotierende Weichbürste
- Turnus
- Alle 1 bis 3 Jahre
- Zeitfenster
- Morgens, Module kalt
- Nachweis
- Ertragsdaten vor und nach
Eine Photovoltaikanlage ist eine Investition, die sich über Ertrag rechnet. Verschmutzung senkt diesen Ertrag messbar: Je nach Standort und Neigung liegt der Verlust zwischen zwei und zwanzig Prozent. Der obere Wert klingt hoch, ist aber bei flach geneigten Anlagen in der Nähe von Landwirtschaft, Industrie oder stark befahrenen Straßen realistisch.
Entscheidend ist nicht der gleichmäßige Staubfilm — den spült Regen weitgehend ab. Kritisch sind Verschattung durch Moos an den Modulrändern und die sogenannte Schmutzkante an der Unterkante, wo sich ablaufendes Wasser sammelt und Ablagerungen bildet. Eine einzige verschattete Zelle senkt über die Bypass-Dioden den Ertrag eines ganzen Modulstrangs.
Was wir konkret machen
Wir reinigen Solaranlagen unterschiedlicher Bauart und Größe.
- Aufdachanlagen auf Wohn- und Gewerbegebäuden
- Flachdachanlagen mit Aufständerung, auch großflächige Gewerbeanlagen
- Freiflächenanlagen und Solarparks
- Fassadenintegrierte Module und Solarcarports
- Solarthermie-Kollektoren für Warmwasser und Heizungsunterstützung
- Entfernung von Moos, Flechten und Schmutzkanten an den Modulrändern
- Beseitigung von Vogelkot, Blütenstaub, Pollen und Laubablagerungen
- Sichtprüfung auf Mikrorisse, Delamination, Hotspots und lose Klemmen
- Kontrolle und Reinigung der Modulzwischenräume und Dachentwässerung
- Vogelschutz an Aufdachanlagen als Nachrüstung
Für wen
Solarreinigung lohnt sich überall dort, wo Ertrag gerechnet wird:
- Betreiber gewerblicher Aufdachanlagen auf Hallen und Logistikgebäuden
- Landwirtschaftliche Betriebe mit Stall- und Scheunendächern
- Wohnungseigentümergemeinschaften mit Gemeinschaftsanlagen
- Private Anlagenbetreiber mit Eigenverbrauch oder Einspeisung
- Betreiber von Solarparks und Freiflächenanlagen
- Kommunale Liegenschaften mit Anlagen auf Schulen und Verwaltungsgebäuden

So läuft es ab
Von der Anfrage bis zur Kontrolle. Wenn bei Ihnen ein Schritt entfallen kann, sagen wir es Ihnen.
Anlage und Zugang prüfen
Wir sehen uns Dachneigung, Modultyp, Zugänglichkeit und Absturzsicherung an. Ohne geeignete Sicherung wird kein Dach betreten — das ist keine Verhandlungssache.
Ertragsdaten aufnehmen
Wir bitten Sie um die Ertragsdaten der letzten Monate aus Ihrem Wechselrichter-Portal. Sie sind der einzige belastbare Maßstab dafür, ob die Reinigung sich rechnet.
Termin am frühen Morgen
Gereinigt wird bei kalten Modulen, in der Regel vor neun Uhr. Wasser auf heißem Glas kann durch Thermoschock Mikrorisse verursachen und trocknet zu schnell.
Reinigung mit entsalztem Wasser
Rotierende Weichbürste mit demineralisiertem Wasser, kein Druck, keine Reinigungsmittel. Das Wasser trocknet rückstandsfrei ab und muss nicht abgezogen werden.
Sichtprüfung
Während der Arbeit prüfen wir die Module auf sichtbare Schäden: Mikrorisse im Glas, braune Verfärbungen als Hinweis auf Hotspots, gelöste Klemmen, beschädigte Kabelführung. Auffälligkeiten melden wir mit Foto.
Ertragsvergleich
Vier bis sechs Wochen nach der Reinigung schauen wir gemeinsam auf die Ertragsdaten. Damit ist belegt, was die Maßnahme gebracht hat — oder eben nicht.
Wie oft, wie lange, wann
Der sinnvolle Abstand hängt stark vom Standort ab. Anlagen mit über dreißig Grad Neigung an sauberer Lage kommen mit einer Reinigung alle drei bis vier Jahre aus, weil Regen den größten Teil erledigt.
Deutlich häufiger fällig sind flach geneigte Anlagen unter fünfzehn Grad, Anlagen in der Nähe von Landwirtschaft, Bäckereien, Industrie oder unter Bäumen sowie Anlagen mit starkem Vogelaufkommen. Hier ist ein jährlicher Turnus wirtschaftlich.
Die beste Jahreszeit ist der Zeitraum nach der Blüte im späten Frühjahr, weil dann Pollen und Blütenstaub abgetragen werden, bevor die ertragsstarken Sommermonate beginnen. Ein zweiter sinnvoller Termin liegt im Herbst nach dem Laubfall.
Womit wir arbeiten
Wir arbeiten ausschließlich mit demineralisiertem Wasser über Ionenaustauscher oder Umkehrosmose. Der Grund ist einfach: Leitungswasser hinterlässt beim Trocknen Kalkflecken, die selbst wieder verschatten. Entsalztes Wasser trocknet rückstandsfrei ab.
Reinigungsmittel setzen wir nicht ein. Tenside hinterlassen einen Film, der Staub bindet, und können bei manchen Modulherstellern zum Garantieverlust führen. Was mit Wasser und weicher Bürste nicht abgeht, geht mechanisch und mit mehr Zeit ab — nicht mit Chemie.
Hochdruck ist ausgeschlossen. Er kann die Modulversiegelung und die Rückseitenfolie beschädigen und Wasser in die Anschlussdose drücken. Wir arbeiten drucklos mit rotierenden Weichbürsten an Teleskopstangen, häufig vom Boden oder vom Dachrand aus, ohne die Module zu betreten.
Module dürfen grundsätzlich nicht betreten werden — Trittbelastung erzeugt Mikrorisse in den Zellen, die im Elektrolumineszenz-Bild sichtbar, mit bloßem Auge aber unsichtbar sind. Sie senken den Ertrag dauerhaft. Deshalb arbeiten wir mit Teleskoptechnik oder von Laufwegen aus.
Kontrolle und Reklamation
Der Ertragsvergleich ist unsere Qualitätssicherung. Er ist die einzige Reinigungsleistung, deren Wirkung sich in Zahlen belegen lässt, und wir nutzen das. Wenn nach der Reinigung kein messbarer Effekt eintritt, war die Anlage nicht reinigungsbedürftig — dann sagen wir Ihnen, dass ein jährlicher Turnus bei Ihnen nicht wirtschaftlich ist.
Die Sichtprüfung dokumentieren wir mit Fotos. Auffälligkeiten wie braune Verfärbungen, Delamination oder Mikrorisse melden wir umgehend, weil sie Garantiefälle sein können — und Garantiefristen laufen.
Wir arbeiten nur an Anlagen, deren Absturzsicherung geklärt ist. Wenn keine vorhanden ist, kalkulieren wir eine mobile Sicherung ein oder arbeiten mit Hubarbeitsbühne. Ein Angebot ohne diese Position wäre nicht seriös.
Normen, Haftung, Versicherung
Arbeiten auf Dächern unterliegen der DGUV Vorschrift 38 und der Betriebssicherheitsverordnung. Ab drei Metern Absturzhöhe sind Schutzmaßnahmen zwingend; persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz erfordert geprüfte Anschlagpunkte nach DIN EN 795.
An elektrischen Anlagenteilen arbeiten wir nicht. Reinigung ist keine Elektroarbeit; Wechselrichter, Verkabelung und Anschlussdosen bleiben unberührt. Auffälligkeiten melden wir Ihnen zur Weitergabe an Ihren Elektrofachbetrieb.
Prüfen Sie vor der Beauftragung die Herstellervorgaben Ihrer Module zur Reinigung. Einige Hersteller schließen bestimmte Verfahren und Mittel aus. Unser Verfahren mit entsalztem Wasser ohne Zusätze ist herstellerseitig praktisch durchgängig zulässig. Betriebshaftpflichtschutz besteht, Deckungssummen: [BITTE ERGÄNZEN].
Häufige Fragen
Ihre Frage fehlt? Rufen Sie an unter 0221 67025001 oder schreiben Sie an info@reinbund.de.
Lohnt sich Modulreinigung überhaupt?
Das hängt vom Standort ab und lässt sich rechnen. Bei einer 100-kWp-Anlage und einem Ertragsverlust von acht Prozent gehen bei aktuellen Vergütungs- und Strompreisen jährlich vierstellige Beträge verloren. Dagegen steht eine Reinigung im niedrigen vierstelligen Bereich alle zwei Jahre.
Bei einer steilen Hausdachanlage in sauberer Lage mit drei Prozent Verlust rechnet es sich dagegen kaum. Wir sagen Ihnen das nach dem Blick auf Ihre Ertragsdaten — auch wenn es gegen den Auftrag spricht.
Reinigt der Regen die Module nicht von selbst?
Den flächigen Staub weitgehend ja, ab etwa fünfzehn Grad Neigung. Was Regen nicht entfernt, sind Moos und Flechten am Modulrand, die Schmutzkante an der Unterkante und festhaftender Vogelkot.
Genau diese punktuellen Verschattungen sind das eigentliche Problem, weil sie über die Bypass-Dioden ganze Modulstränge herunterziehen. Ein leichter Staubfilm über die ganze Fläche kostet weniger Ertrag als eine einzige verschattete Zelle.
Kann die Reinigung die Module beschädigen?
Bei falschem Vorgehen ja. Die drei wesentlichen Risiken sind: Betreten der Module, was Mikrorisse erzeugt; Hochdruck, der die Versiegelung beschädigt; und Wasser auf heißen Modulen, was zu Thermoschock führen kann.
Wir vermeiden alle drei: keine Trittbelastung, drucklose Bürstentechnik, Arbeiten am frühen Morgen bei kalten Modulen.
Verwenden Sie Reinigungsmittel?
Nein. Ausschließlich entsalztes Wasser und weiche Bürsten. Tenside hinterlassen einen Film, der Staub anzieht, und viele Modulhersteller schließen sie in ihren Reinigungsvorgaben aus.
Bei hartnäckigem Vogelkot arbeiten wir mit Einweichzeit und mehr Mechanik. Das dauert länger und ist die richtige Lösung.
Wie weisen Sie den Erfolg nach?
Über Ihre eigenen Ertragsdaten. Wir bitten Sie um die Werte der letzten Monate aus dem Wechselrichter-Portal und schauen vier bis sechs Wochen nach der Reinigung erneut hinein.
Der Vergleich muss einstrahlungsbereinigt sein, sonst sagt er nichts. Die meisten Portale liefern spezifische Erträge in Kilowattstunden je Kilowattpeak — das ist die Zahl, auf die es ankommt.
Passt häufig dazu
Photovoltaik- und Solarreinigung anfragen
Beschreiben Sie kurz Ihr Objekt: Fläche, Nutzung, gewünschter Turnus. Wir melden uns innerhalb eines Werktags und schlagen einen Termin für die Begehung vor.
- Telefon
- 0221 67025001
- info@reinbund.de
- Sitz und Einsatzgebiet
- Sigwinstraße 190, 51061 Köln. Einsatz deutschlandweit.